Zucchini: So gelingt dir Anbau und Pflege

Mehrere Zucchini liegen im Beet | © Getty Images/ Ganna Zelinska
Zucchini können einfach im eigenen Beet gepflanzt werden
© Getty Images/ Ganna Zelinska
Steckbrief
Pflanzzeit
Jan
Feb
Mar
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Erntezeit
Jan
Feb
Mar
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
trockenheitsverträglich
Bienen- und Schmetterlingsfreundlich
Vogelfreundlich
Standort:
warm, sonnig und windgeschützt
Boden:
nährstoffreich und durchlässig
Höhe und Platzbedarf:
1 – 1,5 m² je Pflanze
essbare Teile:
Schale, Kerne und Blüten
Anbau:
Freiland und Gewächshaus
Keimbedingungen:
Dunkelkeimer

Die Zucchini ist ein pflegeleichtes Gemüse und geeignet für Anfänger. Sie lässt sich einfach im eigenen Beet säen und reift sowohl in Gärten als auch auf Balkonen.

Weder das Pflanzen, noch das Vermehren der Zucchini stellt eine Herausforderung dar und ist damit die perfekte Grundlage für Garten-Anhänger. Was du über die Herkunft, Wuchs und Co. der Zucchini wissen musst und wie du sie erfolgreich anbaust, erfährst du hier.

Herkunft der Zucchini

Die Zucchini heißt übersetzt kleiner Kürbis und gehört demnach zu den Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae). Ihre Zugehörigkeit lässt sich an den typischen orangegelben Blüten und später auch an der Form der Früchte erkennen. Sie stammt ursprünglich aus Mittelamerika, wurde jedoch vor Hunderten von Jahren nach Europa gebracht. Die Zucchini gibt es sowohl als rankende als auch als buschige Sorte.

Zucchini: Wuchs

Die Zucchini ist ein einjähriges Gemüse. Die Stiele der Pflanze sind lang, hohl und behaart, die Blätter sind herzförmig. An einer Zucchinipflanze können männliche und auch weibliche Blätter wachsen. Weibliche Blätter sitzen an kürzeren Stielen, während männliche Blüten einen dünnen, länglicheren Stängel haben.

Zucchini sind grün, gelb, weiß oder gestreift und können bis zu fünf Kilogramm schwer werden. Eine Pflanze kann zwischen 10 und 20 Zucchini hervorbringen, sodass 1-2 Pflanzen meist schon ausreichend sind. Neben der gängigen, länglichen Form gibt auch runde Zucchini, die Rondini genannt werden. Die längliche, gelbe Sorte besitzt meist das zarteste Fleisch.

Zucchini pflanzen

Gepflanzt werden kann die Zucchini ab Ende Mai. Wichtig dabei ist, dass die Außentemperatur über 15 Grad liegt und kein Nachtfrost mehr erwartet wird. Bevor du jedoch mit der Pflanzung beginnst, kannst du die Zucchini gut vorbereiten. Lege dazu bereits im März ein Samenkorn in einen großen Topf mit Anzuchterde. Zucchinisamen können auch ins Freiland ausgesät werden. Ab einer Temperatur von 15 Grad keimen die Samen innerhalb einer Woche.

Vor der Pflanzung sollte der Wurzelballen gründlich gewässert werden. Lasse sie so lange im Wasser stehen, bis sich keine Luftbläschen mehr bilden. Trockne die Ballen anschließend ab – dann kann das Einpflanzen beginnen.

Zucchini sollten mit reichlich Platz in die Erde gepflanzt werden. Da die Blätter der Pflanze sehr groß werden können, halte einen Mindestabstand von 80 bis 100 cm Platz zu allen Seiten ein. Das bietet den Pflanzen nicht nur die Möglichkeit, sich großzügig auszubreiten, sondern kann auch Infektionen durch Pilze vorbeugen.
Setze die jungen Zucchinipflanzen bis an den Blattansatz in die Erde und achte darauf, dass die Stiele unbeschadet bleiben. Um den Zucchini die beste Nährstoffversorgung zu bieten, kannst du im Vorhinein noch Kalk und Kompost in die Erde einarbeiten. Im letzten Schritt braucht die Pflanze noch eine Portion Wasser.

Mischkulturpartner der Zucchini

Das Anlegen eines Mischgartens ist eine naturnahe Form des Gemüsegartens. Kombinierst du verschiedene Arten in einem Beet, kann das einseitige Auslaugen des Bodens vermieden werden und sogar Schädlinge fernhalten. Gleichzeitig locken verschiedene Arten mehr Bestäuber an.

Gute Beetnachbarn können sein:

  • Dill
  • Borretsch
  • Stangenbohnen
  • Spinat
  • Rote Beete
  • Mais
  • Zwiebeln

 

Wo es gute Beetnachbarn gibt, kann es leider auch schlechte geben. Das könnten sein:

  • Kohlarten
  • Tomaten
  • Kartoffeln
  • Aubergine
  • Paprika
  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Wirsing 

 

Zucchini pflegen

Haben die Zucchini ihren Platz in der Erde gefunden, geht es an die Pflege der Pflanzen. Was du alles beim Gießen, Düngen und Pflegen beachten musst, erfährst du hier.

Zucchini richtig gießen

Um saftige, knackige Früchte tragen zu können, braucht die Zucchini hohe Wassermengen. Bei Trockenheit welkt die Pflanze schnell und kann auch langfristig deutlich weniger Blüten ausbilden. In der Regel solltest du die Pflanze 1 bis 2 Mal in der Woche gießen. Am besten eignet sich dafür Wasser, welches von der Sonne angewärmt wurde, zum Beispiel aus der Regentonne im Garten. Beim Gießen gilt: Immer direkt auf den Boden und nicht auf die Pflanze, sonst steigt das Risiko für Pilzinfektionen auf der Pflanze stark an. 

Am besten ist es, Zucchini und andere Kürbisgewächse morgens zu gießen, damit sie über den Tag versorgt sind. Ein Wassermangel kann zur Verformung der Früchte führen und sie sogar bitter im Geschmack werden lassen, weshalb sie dann nicht mehr gegessen werden sollten. Zusätzlich kannst du eine Mulchschicht aus pflanzlichen Materialien auf die Erde auftragen. Das vermindert Wasserverdunstung, den Wuchs von Unkraut und schützt die reifen Früchte vor Fäulnis, da sie nicht direkt auf dem Boden liegen.

Zucchini richtig düngen

Um der Zucchini eine ausreichende Nährstoffzufuhr gewährleisten zu können, sollte der Boden regelmäßig mit Dünger versorgt werden. Zur Vorbereitung kannst du Kompost in die Erde einhaken. Kuhdung-Pellets oder selbst angesetzte Brennnesseljauche im Mischverhältnis 1:10 eignen sich super zum Düngen der Pflanzen, wenn sie schon eingepflanzt sind. Während die Zucchini reifen, kannst du auch einen einfachen Flüssigdünger verwenden. Am besten eignet sich eine kalium- und phosphorbetonte Düngung.

Zucchini überwintern

Die Zucchini ist eine einjährige Pflanze und dazu auch frostempfindlich. Es ist also wichtig, sie nicht zu früh zu pflanzen. Ist die Zucchini-Saison vorbei, kannst du Wintergemüse anpflanzen.

Zucchiniernte

Sechs bis acht Wochen nach der Pflanzung sind die ersten Zucchini reif zur Ernte. Die beste Tageszeit dafür ist vormittags, da das Gemüse dann noch frisch und mit Feuchtigkeit gefüllt ist. Zucchini können geerntet werden, wenn sie etwa 15 cm groß sind. Größere Früchte sind oft wässrig und verlieren an Geschmack. Drehe oder schneide die Zucchini einfach einen Zentimeter vom Stielansatz ab.

Tipp der Redaktion: Auch die dekorativen Blüten der Zucchini lassen sich ernten und essen. Sie können frittiert, gefüllt oder auf einem Salat serviert werden.

Vorratstauglichkeit der Zucchini

Einmal geerntet, kann man Zucchini bis zu 12 Tagen bei mindestens 18 Grad lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks solltest du sie jedoch nicht länger als eine Woche aufbewahren. In der Schale der Zucchini stecken viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, was das Schälen überflüssig macht.  

Nicht nur angebraten oder überbacken sind Zucchini ein Genuss, sie können auch roh gegessen oder fermentiert werden. Das macht sie bis zu einem halben Jahr haltbar.

Beliebte Zucchinisorten

Zucchini besitzen eine große Sortenvielfalt. Sie haben nicht immer die gewohnte, längliche Form, auch runde, keulenförmige, plattrunde und sternförmige Früchte gehören zu den Zucchini. Hier kommen die beliebtesten Sorten.

One Ball F1: Eine gelbe Zucchini mit kleinen, runden Früchten, die einen Durchmesser von 8 cm haben. Sie ist sehr aromatisch und aufgrund der Form besonders gut zum Füllen geeignet.

Alfresco F1: Hellgrüne Zucchini mit festem Fleisch und sehr intensivem Geschmack. Auch ihre großen Blüten sind ideal zum Verarbeiten.

verschiedene Zucchinisorten nebeneinander | © Getty Images/ echoevg
Die Sortenvielfalt der Zucchini ist besonders groß
Foto: Getty Images/ echoevg

Dunja F1: Eine dunkelgrüne Zucchini-Sorte mit länglichen Früchten. Sie kann bereits ab Juni bis in den Herbst hinein kontinuierlich geerntet werden.

Coucourzelle di Tripolis: Eine italienische Sorte, die weltweit beliebt ist. Sie sind keulenförmig und besitzen eine dunkelgrüne Schale mit hellgrünen Streifen.

Saatgutvermehrung 

Die Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen. Sie enthält im natürlichen Zustand den Giftstoff Cucurbitacin. Das Gemüse aus dem Supermarkt und auch gekauftes Saatgut ist unbedenklich, der Giftstoff ist dort kaum enthalten. Bei selbst gewonnen Samen musst du jedoch vorsichtig sein. Es kann passieren, dass sich das Gift in den Früchten wieder bildet, zum Beispiel wenn es keine samenfesten Sorten waren oder sich was eingekreuzt hat.  Willst du die Zucchini also selbst ziehen, nutze sicherheitshalber gekaufte Samen.

Krankheiten und Schädlinge der Zucchini  

Krankheiten und Schädlinge können nicht nur die Freude am Gärtnern mindern: Leiden Zucchini an Krankheiten, kommt es häufig zum Ernteausfall. Hier kommen die häufigsten Krankheiten und Schädlinge.

  • Mehltau
  • Grauschimmel/Grauschimmelfäule
  • Blattläuse

Häufige Fragen

Bittere Zucchini enthalten Cucurbitacine, also Giftstoffe. Diese entstehen, wenn die Pflanze zu viel Hitze und Trockenheit abbekommt. Wichtig: Wird die Zucchini bitter, esse sie nicht mehr und entsorge sie!

Wie pflanze ich die Zucchini im Topf?

Zucchini kannst du im Topf entweder säen oder sie als junge Pflanze kaufen. Entscheidest du dich für die zweite Option, kannst du die Pflanze nach dem letzten Frost nach draußen umziehen. Willst du aussäen, lege die Samen ab Mitte April etwa drei Zentimeter tief in die Erde. Nach etwa 10 Tagen zeigen sich die ersten Keimlinge. Mehr dazu findest du unter dem Punkt Pflanzung.

Wann pflanze ich die Zucchini im Topf?

Ab Ende Mai kannst du Zucchini im Topf nach draußen pflanzen.

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