Tomaten richtig pflanzen: Diese 7 Fehler machen die meisten

Lila abreifende Tomaten an einem Stock gebunden und in einem Feld. | © Copyright: Mattias Nemeth
Tomaten sollten direkt beim Einpflanzen bereits gestützt werden. So verhinderst du, dass sie durch Wind oder Tiere einfach abgebrochen werden.
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Die Tomaten können jetzt ausgepflanzt werden. Doch dabei kannst du einiges falsch machen, unsere Expertentipps helfen dir.

Fehler 1: Der falsche Standort für Tomaten

Wenn du deine Tomaten einpflanzen möchtest, dann musst du zuerst einen guten Platz für deine Pflanzen aussuchen. Dabei kommt es aber darauf an, welche Sorte du anbaust. Manche Tomaten kommen nämlich im Freiland zurecht und andere brauchen eher ein Gewächshaus oder einen Folientunnel. Das steht entweder auf der Saatgutverpackung oder auf dem Schild der gekauften Pflanze. 

Aber jede Tomate braucht viel Sonne. Im Schatten können sich Tomatenpflanzen nicht richtig entwickeln. Ein guter Platz ist an einer Wand, da diese an sonnigen Tagen Wärme abgibt. 

Fehler 2: Zu kleine Topfgröße für Tomaten

Möchtest du deine Tomaten in einen Topf pflanzen, dann muss dieser ausreichend groß sein. Mit einem mindestens 10 Liter fassenden Topf machst du nichts falsch. Dieser sollte allerdings einen guten Wasserabfluss haben. Auf Staunässe reagieren Tomaten nämlich sehr empfindlich. 

Tomaten einpflanzen: So machen es die Profis

Wenn du deine Tomaten einpflanzen möchtest, dann musst du hauptsächlich darauf achten, dass du sie nicht zu früh auspflanzt. Hast du deine Pflanzen ausreichend abgehärtet, dann kannst du sie nach den Eisheiligen auspflanzen.

Meiner Erfahrung nach macht es auch nichts, wenn du deine Tomaten ein oder zwei Wochen später einpflanzt. Ich komme meistens erst in der letzten Maiwoche dazu, die letzten Tomaten einzupflanzen. Der Ernte hat es noch nie geschadet. 

Fehler 3: Tomaten zu früh ins Freiland pflanzen

Oft werden Tomaten aber zu früh ausgepflanzt und das wiederum kann zu Problemen führen, auch wenn kein Frost mehr kommt. Denn der Boden ist dann noch zu kalt.

Fehler 4: Tomaten nicht tief genug einpflanzen

Viel wichtiger ist es, wie du deine Pflänzchen in die Erde bringst. Du solltest sie nämlich nicht gerade einpflanzen. Setze sie schräg ins Erdloch und biege die Spitze ganz sanft nach oben. Dabei sollte die Tomatenpflanze tiefer gesetzt sein als im alten Topf. Die untersten Blätter kannst du entfernen, falls diese Bodenkontakt haben. Gleiches gilt natürlich auch, wenn du deine Tomaten in einen Topf oder ein Hochbeet pflanzt. 

Tipp der Redaktion: Wenn du deinen Tomaten einen guten Start ermöglichen möchtest, dann gebe ihnen neben Dünger auch ungewaschene Schafwolle und abgezupfte Brennnessel mit ins Pflanzloch.

Fehler 5: Die falsche Erde für Tomaten

Tomaten brauchen natürlich auch den richtigen Boden. Hierfür reichere ich den Boden um das Pflanzloch herum und selbstverständlich auch das Pflanzloch mit Urgesteinsmehl und reifen Kompost an. Meine Töpfe fühle ich mit einer Mischung aus Tomatenerde, Kompost, Urgesteinsmehl und Schwarzerde. In der Regel funktioniert es aber auch alleine mit Gemüse- oder Tomatenerde.

Fehler 6: Tomaten falsch düngen

Du kannst deine Tomatenpflanzen auch beim Einpflanzen bereits das erste Mal düngen. Pflanzt du sie direkt in den Boden, schau dir zunächst die Umgebung an. Wachsen dort viele Brennnesseln, Löwenzahn und/oder Taubnesseln, solltest du auf einen stickstoffhaltigen Dünger verzichten. Denn dann hat dein Boden bereits viel Stickstoff. 

Zu viel Stickstoff führt dazu, dass sich mehr Blätter und weniger Blüten an deinen Tomaten bilden. Hier solltest du auf einen Kalium-Dünger setzen.

Fehler 7: Tomaten zu nah pflanzen

Nun hast du die erste Tomate in der Erde. Doch wo pflanzt du die nächste? Viele lassen viel zu wenig Abstand zwischen den einzelnen Tomaten. Aber auch hier kommt es wieder auf die Sorte an.

Buschtomaten wachsen breiter und brauchen einen Pflanzabstand von 60 bis 80 cm. Bei Stabtomaten reicht ein Abstand von 50 cm. Ist der Abstand zu gering, gibt es zu wenig Luftzirkulation und die Pflanzen sind anfälliger für Krankheiten.

 

Tomaten richtig pflegen beim Einpflanzen

Tomaten stützen oder anbinden

Beim Einpflanzen solltest du deine Tomatenpflanzen bereits stützen. Im Gewächshaus oder Folientunnel binde ich die Tomaten fest und lasse sie der Schnur entlang wachsen. Im Freiland setze ich auf Stäbe. Es müssen aber nicht die gebogenen Stäbe sein. Es reicht auch ein stabiler Stab, etwa aus Bambus oder auch ein Gerüst aus mehreren Stöcken. 

Tomaten gießen

Nach dem Einpflanzen müssen Tomaten gut angegossen werden. Nutze hierfür kein eiskaltes Wasser. Außerdem solltest du darauf achten, nicht zu schnell, zu viel zu gießen. Der Boden soll das Wasser aufnehmen und es darf sich nicht stauen. Achte auch darauf, dass kein Spritzwasser auf die Blätter gelangt. 

Tomaten mulchen

Um deine Pflanzen vor dem Austrocknen zu bewahren und gleichzeitig Spritzwasser zu vermeiden, ist es ratsam deine Tomaten gleich nach dem Einpflanzen zu mulchen. 

Ideales Mulchmaterial für deine Tomaten sind:

  • ungewaschene Schafwolle
  • Hanfmulch
  • Brennnessel (ohne Wurzeln)
  • Stroh
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